Herbstideen
Teil 1
In den letzen Tagen war der Herbst mit strahlendem Wetter und fast sommerlichen Temperaturen kaum als solcher zu erkennen. Dann jedoch gab es richtiges Herbstwetter mit viel Regen und Wind. Wenn man raus guckt, in die Natur, sieht man eine bunte Vielfalt, wie sie fast nur der Herbst zaubern kann. Hübsche Blumen stehen in vollster Blüte, Beeren an Sträuchern und natürlich bunte Blätter. Es wird kälter, erster Bodenfrost ist angesagt. Zeit, um sich mal ein wenig in der Natur umzusehen und sich mit ein paar Vitaminen auf den Winter vorzubereiten. Viele Früchte im Herbst sind absolut vitaminreich, das hat Mutter Natur geschickt gemacht. Aber auch viele Früchte sind gerade jetzt wärmsten zu empfehlen. Gestern schon habe ich aus einem kleinen Hokaido-Kürbis eine feine Suppe zubereitet, die schön von innen wärmt. Wer grundsetzlich eine unberechtigte Abneigung gegen Kürbis hat, sollte sich dennoch mal überzeugen lassen und ein Tellerchen Suppe probieren. Ist kinderleicht zuzubereiten und schmeckt gar nicht altbacken! Meine Variante ist rein vegetarisch, man kann sie aber leicht mit Schinkenwürfeln oder auch Mettenden bissfest machen.
Du brauchst
1 Hokaido-Kürbis (ca. 1,5 kg)
1 Zwiebel
1 Karotte
1 Esslöffel saure Sahne
Salz, Pfeffer, Muskatnuss und Curry
1 1/2 Liter Gemüsebrühe
Und so geht’s:
Zwiebel in Würfel schneiden. Kürbis erst in Spalten (Vorsicht! Festes Fleisch!) schneiden, schälen und dann würfeln. Die Karotte ebenfalls putzen und in Scheiben schneiden.
Zwiebelwürfel und Karottenscheiben im Topf anschmoren, nach und nach die Kürbiswürfel hinzugeben. Rühren, damit nichts am Topfboden festschmort. Ca. 10 bis 15 Minuten schmoren lassen, bis die Kürbiswürfel weich werden. Heiße Gemüsebrühe hinzugießen und bei mittlerer Temperatur ca. 5 Minuten köcheln. Mit dem Pürrierstab vorsichtig die heiße Menge zerkleinern bis eine sämige Masse entsteht. Einen Eßlöffel Saure Sahne hinzufügen und verrühren. Mit Salz, Pfeffer, Muskatnuß und Curry abschmecken.
Fertig.
Wer es mag kann der Suppe einen exotischen Touch geben und Anis und Ingwer hinzufügen. Ein Klecks Kokosmilch rundet das Gamze noch ab.
Wer es lieber mit Fleischeinlage mag, mit den Zwiebeln und den Karotten 100 g Schinkenwürfel (und/oder Mettenden) auslassen und dann die Kürbiswürfel hinzufügen. Statt Anis, Ingwer oder Kokosmilch passt hierzu am besten Kardamon, Paprika, Chili …
Das war so lecker, das ich ganz vergessen habe Bilder zu machen …
Heute hatte ich Lust auf was Süßes.
Ein paar Pflaumen und drei Birnen sahen mich verführerisch an und ich dachte, das man daraus sicherlich was Feines zaubern kann. Also Obst gewaschen, geputzt, ab in den Topf, bisschen Wasser dazu und köcheln lassen, bis die Früchte sich fast von alleine auflösten. Gelierzucker dazu, mit dem Pürrierstab ganz fein zerkleinert, ab in Gläser, Etiketten gemacht, die abgekühlten Gläser aufgehübscht, per E-Mail an die Freundin und zum Verschenken freigegeben. Hübsch, oder? Und lecker ist sie auch, die samtige Pflaumen-Birnen-Marmelade. Passt herrrlich zu frischen Waffeln. Die gibt es morgen. Mit Sahne.
Eigentlich wollte ich heute noch Hagebutten sammeln. Aber die hier in der näheren Umgebung waren schon nicht mehr so schön (wie auch die Holunderbeeren, die ich vor ein paar Tagen pflücken wollte) und da mein Fahrrad seit dem letzten Ausflug am Montag kaputt ist, bin ich nicht viel weiter gekommen. Dann hat’s auch noch kurz gewittert mit Hagel und bisschen mehr Regen und ich war froh, dass ich doch nicht draußen war. Dann werde ich mich in den nächsten Tagen mal auf den Weg machen und die Früchte der Wildrose pflücken. Hagebutte hat übrigens weit mehr Vitamin C als Zitronen, außerdem Vitamin A, B1 und B2. Richtig gute Früchtchen. Kann man herrlich zum Marmeldade, Mus, Saft und auch Likör herstellen nehmen. Hagebuttentee ebenso einfach zu machen. Die kleinen Früchte sind fast überall in der freien Natur zu finden und fallen durch ihre knallig rote Farbe auf.
Jetzt auch aktuell ist Sanddorn. Die orange-gelbe Beere sieht man oft am Wegesrand, die (weiblichen) Sträucher oder auch kleinen Bäume sind voll mit Fruchtdolden. Ebenso Vitaminc C reich gibt es sehr viele Verwendungsmöglichkeiten für Sanddorn in der Küche. Wer nicht „nur” Marmelade kochen will, kann sich mit Saft, Mus, Likören, Sanddorn-Honig und vielem mehr eindecken. Sanddorn hat 10 Mal mehr Vitamin C als die Zitusfrüchte und ist als „Zitrone des Nordens” außer als Nahrung und Nahrungsergänzung auch in vielen Kosmetik-und Hautpflegeprodukten zu finden.
Was in der Herbstküche nicht fehlen darf ist die Eberesche. Auch Vogelbeere genannt wird ihr vorgeworfen giftig zu sein. Jedoch soll sie äußert schmackhaft sein und auch in der Medizin eingesetzt werden. Leider bin ich da nicht die große Beerenkundlerin, dass ich die Eberesche mit Sicherheit in der Natur finden würde. Aber da werde ich an anderer Stelle nachhaken …
Wer noch schöne Rezepte für Beeren und andere Herbstfrüchte sucht, sollte unbedingt mal in die aktuelle Ausgabe von Living at Home gucken, dort gibt es mehrseitig Rezepte und Infos zu den Fruchtriesen. Auch die Zeitschrift We love Living hat sich dem Thema Hagebutte gewidmet. Einfach mal reinschauen – es lohnt sich!






