Kreativbuch

…oder wie man Ideen sammelt.

Von meinen gesammelten Werken, nämlich den Schnipseln, die ich aus (meist Kreativ-)Zeitschriften ausschneide und sammle, habe ich ja schon berichtet. Ich habe sie ein bisschen vorsortiert, nach Thema wie Natur, Figuren & Tiere, Haushaltsgegenstände, Typografisches usw.  Diese kleinen Bildchen, Buchstaben und Worte habe ich seitenweise in ein dafür angeschafftes Skizzenbuch gelegt um sie entsprechend zu verwerten. Die erste Seite habe ich mit Füller und bunter Tinte in grün und violett skizziert, ein paar kleine Bildchen sind schon zum Einsatz gekommen und ins Bild integriert worden. Dann kam das Skizzenbuch zu Huas eins Regal und „wartete”. Ein guter Spielplatz für die Katzen, die sich auch gerne des Buches mit dem schwarzen Umschlag bemächtigten und in liebevoller Kleinarbeit ein paar meiner Schnipsel herausfischten. Dachte ich. Nun aber, ein paar Wochen später, als ich Zeit und Muße hatte, daran weiterzumachen, sah ich, was wirklich geschah: die beiden kreativen Krallenfüsser haben wenig dezent, dafür umso tiefschürfender, wahrscheinlich mit großem Spaß und auf jeden Fall ohne Mühe ihre eigenen Spuren eingearbeitet und Blatt eins tiefen Rillen und Rissen „verschönt”! Blatt 2 ist auch ein wenig in Mitleidenschaft gezogen worden, wobei dieses noch leer ist. So. Da steh’ ich nun mit zerfetztem Papier und darf nach einer kreativen Lösung suchen, die Blatt 1 erhalten läßt, brauchbar ist, sich gut umsetzten läßt, evtl. die Katzenspuren einbezieht und das Ganz haltbar macht. Mit Klebestreifen zusammenkleben? Nö. Deko-Tape? Einfach so quer drüber? Hm. Auch nicht. Erst einmal habe das (dicke) Blatt Papier mit einem (dickeren) Flock-Bärtchen versehen. Ja, richtig! Aufgebügelt. Hält prima. Jetzt heißt es, Löcher stopfen und Risse restaurieren. Wahrscheinlich werde ich Blatt 1 bis 3 zusammenkleben, erhalte damit ein festes Deckblatt und setze somit einen haptischen Kontrast zum Rest des Buches. Die Risse werden mit Leim, Abtönfarbe und Tinte versehen und so ins Bild eingearbeitet, als müsste es so sein. Vielleicht lasse ich ein paar einfach unbehandelt …Vielen Dank an Katy und Marty für eure Zugabe, für eine Wendung und der (ungewollten) Inspiration!

Das Buch soll eine Ansammlung von Ideen, für-schön-Befundenes, festgehaltenen Gedanken und kleine Geschichten sein. Eine Inspirationsquelle zum Nachschlagen für spätere, weniger kreative Zeiten. Einfach just for fun. Um Ordnung in das Chaos der Schnipsel zu bringen. Um Chaos in ein ordentliches, leeres Skizzenbuch zu bringen. Um Muster fest zu halten, Fundstücke, Typografische Besonderheiten, Tinte aufs Papier zu bringen, Neues auszuprobieren.

Heute habe ich im Baumarkt coole Wandfarbe gefunden. Mit Glitzer, Metallic-Efekt und für einen dickeren, fast dreidimensionalen Farbauftrag in vielen total schönen Farbtönen. Genau das Richtige für Mädchen. Und für mich. Davon werde ich mir in der nächsten Zeit etwas zulegen und feine Akzentuierungen in das Kreativbuch einbringen. Ich liebe Abtönfarbe. Sie hat so eine geschmeidige Verarbeitung. Und ist auf vielen Materialien einsetzbar. Da es hunderte von Farbtönen gibt, hat man eine große Auswahl. Zum Ausprobieren reichen die kleinen Töpfchen, die es in jedem Baumarkt gibt. Wir haben eine kleine Ansammlung davon …

Auf jeden Fall geht es jetzt ans Werk mit all den gesammelten Schnipseln. Sie sollen eine Geschichte erzählen, wobei ich gerne einer oder zwei Figuren die Hauptrolle zusprechen möchte. Diese werde ich dann wohl zeichnen müssen, damit sie immer wiederkehrend auftauchen. Worum es sich bei der Geschichte handeln wird, ist mir jetzt noch nicht klar, da lasse ich mich ganz von meiner jeweiligen Stimmung leiten … Also auch ein Mood-Book, jedoch nicht in chronologischer Reihenfolge, sondern kreuz und quer eingebracht. Und trozt der unvorhergesehenden Mitarbeit der beiden (kann man hier eigentlich von SAMTpfoten reden?) Kuschelkatzen herrscht bei mir kein Stimmungstief.

{lang: 'de'}

Frust

Letzte Woche war ich auf der Suche nach Marschmallows. Eine Idee schwirrte mir im Kopf herum und schon seit Tagen war ich in diversen Lebensmittelläden in unserem beschaulichen Städtchen auf der Suche nach diesen zuckersüßen Naschereien. Schöne, weiße, klebrig-süße wollte ich haben. Doch dann fand ich am Samstag nur ordinäre in blassen Gelb-Rosa-Tönen. Schweinchenspeck, wie man sie nannte. Na egal, dachte ich mir, für den Zweck des Ausprobierens sind sie erst einmal gut. Die zuvor besorgte Schokolade in zartem Bitter wurde im Wasserbad erwärmt und zur Schmelze gebracht, diverse bunte Kügelchen für Dekozwecke auf einem Tellerchen ausgelegt. Schwupps, gelb-rosa Schweinchenspeck einseitig in warmer Schokolade getunkt, in bunten Kügelchen gewälzt und ab auf Schaschlikspieße. Zum Trocknen in Tassen und Becher gestellt und als Nachtisch an Mann und Kinder verteilt. Weil sie (die Marshmallows) nicht neutral-weiß waren habe ich davon keine Fotos gemacht, denn sie waren so nicht so dekorativ, eigentlich sollten sie als Zusatzleckerchen für die Kaffee-Tafel oder dem Kindergeburtstags-Tisch dienen.
Den ganzen Beitrag lesen…

{lang: 'de'}

kleinKunst

january 4th 2011

4. januar 2011

Nun ist es zu Ende – das Jahr der Kulturhauptstadt im Ruhrgebiet – Essen für das Ruhrgebiet 2010. Dennoch werden Kunst und Kultur nicht aus diesem schönen Stück Deutschland, der am meist besiedeltsten Region unserer Republik, verbannt, sondern in vielen Skulpturen und Wahrzeichen weiterleben. Das Fazit der RUHR.2010 ist durchaus positiv: „Tenor: Der Titel war gut für das Ruhrgebiet, die gemeinschaftliche Anstrengung hat sich überaus gelohnt.” (Quelle RUHR.2010)
Dieser Artikel widmet sich jedoch nicht der Kunst von Profis, sondern den täglich entstehenden Kunstwerken von (meist kleinen) Kinder(n).
Den ganzen Beitrag lesen…

{lang: 'de'}

Wenn man keine Ideen hat …

january 3rd 2011

ideenfindung

Schon viele Autoren schrieben über Schreibblockaden. Das letzte Mal, das ich davon las, war in dem Buch „Die Stadt der träumenden Bücher” von Walters Moers, in dem Dinosaurier Schriftsteller waren und ein junger Schreiberling namens Hildegunst von Mythenmetz genau darüber schreiben wollte, oder aber doch nicht. Ein übrigens sehr gutes Buch, eines meiner Lieblingsbücher. Walters Moers ist viel mehr als „Das kleine Arschloch”.
Den ganzen Beitrag lesen…

{lang: 'de'}

Operation T-Shirt

Ein weiterer meiner Wünsche ist erfüllt worden. Gehört – meiner Meinung nach – unter den Tannenbaum doch immer ein Buch, habe ich auch gleich mehrere auf meinen virtuellen Wunschzettel gesetzt. Eines davon möchte ich hier vorstellen: Operation T-Shirt von Megan Nicolay. 108 Ideen, ein T-Shirt zu verwandeln. Pimp your Shirt! Ganze 271 Seiten prallvoll mit Ideen, wie man sein T-Shirt so verwandeln kann, dass es mal was ganz Anderes ist. Und alles, was man dazu benötigt sind T-Shirt, Schere, Nadel und Faden, verspricht die Autorin des Buches.
Den ganzen Beitrag lesen…

{lang: 'de'}